Mietvertrag für nicht dauerhaften Aufenthalt
Ein 'Saisonmietvertrag' ist eine Art Mietvertrag für eine spezifische, begrenzte Saison, und sein Zweck besteht nicht darin, eine primäre, permanente Wohnung zu begründen. Diese Art von Vertrag wird am häufigsten für Ferienimmobilien verwendet, wie ein Strandhaus (strandhuisje) das für die Sommermonate gemietet wird oder ein Chalet in einem Ferienpark (vakantiepark) das für eine bestimmte Urlaubsperiode gemietet wird. Er kann auch auf bestimmte Arten von Wohnungen für Saisonarbeiter in Branchen wie Landwirtschaft oder Tourismus Anwendung finden. Das definierende Merkmal ist seine vorübergehende Nutzung und die Tatsache, dass es sich nicht um einen Hauptwohnsitz handelt.
Geregelt durch Regeln zur 'Kurzzeitnutzung'
Rechtlich fällt ein Saisonmietvertrag in die Kategorie eines Mietvertrags für 'Kurzzeitnutzung, die von Natur aus nicht als Hauptwohnsitz vorgesehen ist'. Dies ist eine entscheidende rechtliche Unterscheidung. Da die Absicht nicht darauf abzielt, ein dauerhaftes Zuhause bereitzustellen, sind diese Mietverträge von der obligatorischen Mieterschutzregelung (huurbescherming) befreit, die Standard-Wohnmietverträge regelt. Das bedeutet, dass der Vermieter den Preis frei festlegen kann, und das Mietverhältnis endet automatisch am Ende der vereinbarten Saison, ohne dass der Vermieter einen Rechtsgrund zur Kündigung benötigt. Der Mieter hat kein Bestandsschutz über die festgelegte Saison hinaus.
Unterscheidung von einem Standardmietvertrag
Die Grenze zwischen einem Saisonmietvertrag und einem Standardmietvertrag für Wohnimmobilien wird durch die beabsichtigte Nutzung bestimmt. Wenn Sie ein Haus in einer Küstenstadt ein ganzes Jahr lang mieten mit der Absicht, dort zu wohnen, sich bei der Gemeinde zu registrieren und von dort aus zu arbeiten, wird dies als Standard-Wohnmietvertrag angesehen, und Sie haben volle Mietrechte. Wenn Sie dasselbe Haus nur von Juni bis August für Ihren Urlaub mieten, wird es als Saison- oder Ferienvermietung ohne Schutz angesehen. Der Kontext und die Formulierung des Vertrags sind entscheidend, aber ein Richter wird immer die tatsächlichen Fakten der Situation prüfen, um die wahre Natur des Mietverhältnisses zu bestimmen.