Ein Markt, der reif für Betrug ist
Der heftige Wettbewerb und die Verzweiflung auf dem niederländischen Wohnungsmarkt machen ihn zu einem idealen Ziel für betrügerische Aktivitäten. Betrug im Mietbereich betrifft sowohl Mieter als auch Vermieter gleichermaßen. Ein sicherer Vermietungsprozess erfordert Wachsamkeit und eine gesunde Skepsis aller beteiligten Parteien. Das Verständnis der gängigen Betrugsformen ist der erste Schritt zur Verhinderung von Betrug.
Betrug gegen Mieter: Häufige Betrugsmaschen
Betrüger nutzen die Dringlichkeit und Angst von Wohnungssuchenden aus. Mieter sollten den folgenden Warnsignalen äußerste Vorsicht entgegenbringen:
- Das 'Zu gut, um wahr zu sein'-Inserat: Eine Wohnung in Toplage zu einer Miete, die deutlich unter dem Marktpreis liegt, ist nahezu sicher ein Betrug, der darauf abzielt, eine große Anzahl hoffnungsvoller Opfer anzuziehen.
- Der 'Vermieter im Ausland'-Betrug: Der Betrüger veröffentlicht eine gefälschte Anzeige (oft mit Fotos, die von einem echten Inserat gestohlen wurden) und behauptet, sich im Ausland zu befinden. Sie werden eine persönliche Besichtigung verweigern und den Mieter bitten, eine Kaution und die Miete des ersten Monats zu überweisen – im Austausch gegen Schlüssel, die ihm 'per Post' zugestellt werden sollen. Die Schlüssel kommen nie an, und das Geld ist weg.
- Der Vorausgebühr-Betrug: Ein Betrüger verlangt eine 'Besichtigungsgebühr', 'Registrierungsgebühr' oder 'Vertragsgebühr', bevor irgendeine Dienstleistung erbracht wurde. Jede Zahlungsaufforderung, bevor Sie die Immobilie besichtigt haben und einen Entwurf des Vertrags in der Hand haben, ist ein deutlicher Warnhinweis.
Um dies zu verhindern, sollte ein Mieter niemals Geld bezahlen, bevor er die Immobilie persönlich besichtigt, den Vermieter oder Makler trifft und einen unterschriebenen Mietvertrag vorliegt hat.
Betrug durch Mieter: Die Sorge des Vermieters
Vermieter und Makler sehen sich ebenfalls Betrug gegenüber, weshalb ihre Screening-Prozesse so streng geworden sind. Die häufigsten Arten von Betrug, die von Bewerbern begangen werden, umfassen:
- Gefälschte Dokumente: Um die hohen Einkommensanforderungen zu erfüllen, verwenden einige Bewerber gefälschte oder digital manipulierte Gehaltsnachweise (
loonstroken), Arbeitsverträge oder Bankauszüge.
- Identitätsbetrug: Ein Bewerber könnte eine gestohlene oder synthetische Identität verwenden, um eine Immobilie zu mieten, oft mit der Absicht, sie für illegale Aktivitäten zu nutzen.
Professionelle Screening-Anbieter und erfahrene Vermieter verwenden eine Vielzahl von Techniken, um diese Fälschungen zu erkennen, und erwischt zu werden kann dazu führen, auf eine schwarze Liste gesetzt und den Behörden gemeldet zu werden.