Die 'liberalisatiegrens': Die wichtigste Obergrenze
Während 'Mietobergrenze' sich auf die Höchstmiete im Punktesystem beziehen kann, ist ihre wichtigste Bedeutung auf dem niederländischen Wohnungsmarkt die liberalisatiegrens (Liberalisierungsgrenze).
Dies ist ein spezifischer Mietpreis, der von der Regierung jedes Jahr festgelegt wird und zu Beginn eines neuen Mietvertrags eine entscheidende Trennlinie bildet. Wenn die anfängliche Grundmiete (kale huur) dieses Obergrenze unterhalb liegt, ist Ihr Vertrag 'gereguleerd' (gereguleerd). Dies bedeutet, dass Sie dauerhaft durch das Punktsystem (woningwaarderingsstelsel) geschützt sind, und eine maximale Mietobergrenze gilt für die gesamte Dauer Ihres Mietverhältnisses. Wenn Ihre anfängliche Grundmiete oberhalb dieser Obergrenze liegt, ist Ihr Vertrag 'geliberaliseerd' (geliberaliseerd), und Sie befinden sich im 'vrije sector' (vrije sector). Im freien Sektor gibt es keine anfängliche Mietobergrenze basierend auf einem Punktsystem.
Die Sechs-Monats-Regel
Wichtig ist, dass ein Mieter ein sechs-months window ab dem Start seines Vertrags hat, um die anfängliche Mietpreis zu beanstanden, auch wenn sie über der liberalisatiegrens liegt. Wenn Sie einen Vertrag im vrije sector unterschreiben, aber vermuten, dass gemäß dem Punktesystem die gesetzliche Höchstmiete der Immobilie tatsächlich unterhalb der liberalisatiegrens liegt, können Sie Ihren Fall der Huurcommissie (Mietgericht) vorlegen. Wenn die Huurcommissie zustimmt, hat sie die Befugnis, Ihre Miete rückwirkend auf die gesetzliche Höchstgrenze zu senken und Ihren Vertrag von einem freien Sektor-Vertrag in einen regulierten Vertrag umzuwandeln. Dies ist ein starkes, aber unternutzenes Mieterrecht, das eine Kontrolle über Vermieter bietet, die versuchen, freie-Sektor-Preise für Immobilien zu verlangen, die sie nicht rechtfertigen. Nach dieser anfänglichen sechsmonatigen Frist können Sie die anfängliche Mietpreis eines Free-Sector-Vertrags nicht mehr anfechten.
Eine Obergrenze für jährliche Erhöhungen
Während Immobilien im freien Sektor keine anfängliche Mietobergrenze basierend auf einem Punktsystem haben, unterliegen sie dennoch einer anderen Art von Obergrenze: der gesetzlich zulässigen Höchstgrenze für jährliche Mietsteigerungen.
Stand 2025 gilt eine gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze von Inflation + 1%. Dies verhindert, dass Vermieter zum Beispiel die Miete über Nacht verdoppeln. Also, während es keine Obergrenze für den Startpreis gibt, gibt es eine schützende Obergrenze dafür, wie schnell dieser Preis für einen bestehenden Mieter steigen kann.