Der Standard im freien Sektor: 'Indexierungsklausel'
Ein indexgebundener Mietvertrag ist die Standard- und am häufigsten verwendete Methode zur Berechnung der jährlichen Mieterhöhung (huurverhoging) für Immobilien im freien Sektor (vrije sector). Der Mietvertrag enthält eine Indexierungsklausel (Indexierungsklausel), die festlegt, dass die Miete einmal pro Jahr basierend auf der prozentualen Veränderung eines bestimmten, objektiven wirtschaftlichen Index angepasst wird. Dies schafft eine vorhersehbare und transparente Methode der Mietsteigerung und verhindert, dass der Vermieter willkürlich eine große Erhöhung durchsetzt. Der Mieter weiß, dass die Miete steigen wird, aber die Erhöhung ist an eine überprüfbare, externe Kennzahl gebunden.
Der Verbraucherpreisindex (VPI)
Der verwendete Index ist fast immer der Verbraucherpreisindex (Verbraucherpreisindex - VPI), veröffentlicht vom offiziellen Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS), der niederländischen nationalen Statistikbehörde. Der VPI ist die offizielle Maßzahl für Inflation. Die Indexierungsklausel wird typischerweise festlegen, dass die Miete jährlich um den VPI-Prozentsatz ab einem bestimmten Monat erhöht wird. Zum Beispiel könnte die Miete jedes Jahr am 1. Juli basierend auf dem VPI-Wert des vorherigen Januars angepasst werden. Der Vertrag kann auch einen zusätzlichen festen Prozentsatz zusätzlich zum Index enthalten, z. B. 'VPI + 1%'.
Die übergeordnete gesetzliche Höchstgrenze
Es ist entscheidend, dass Mieter im freien Sektor darauf achten, dass ihre Indexierungsklausel einer übergeordneten gesetzlichen Höchstgrenze unterliegt. Ab August 2025 tritt ein Gesetz in Kraft, das alle Mieterhöhungen im freien Sektor auf Inflation (VPI) + 1% begrenzt. Das bedeutet, dass wenn Ihr Vertrag eine Klausel enthält, die eine höhere Erhöhung zulässt (z. B. 'VPI + 3%'), diese Klausel teilweise ungültig ist. Der Vermieter darf lediglich die gesetzliche Höchstgrenze von VPI + 1% anwenden. Diese Gesetzgebung bietet einen wichtigen Schutz vor den hohen Inflationsraten der letzten Jahre und verhindert, dass sie sich in extreme Mieterhöhungen übersetzen.