Das System bestimmt die Kosten
Während verwarmingskosten (heizkosten) oft austauschbar mit Gaskosten verwendet werden, ist es genauer, sie als die Kosten zu betrachten, die mit dem jeweiligen Heizungssystem einer Immobilie verbunden sind. Die Art des installierten Systems—ob es sich um einen eigenen Boiler handelt, den Sie steuern, oder um ein gemeinschaftliches System für das gesamte Gebäude—beeinflusst Ihre monatlichen Ausgaben, Ihr Kontrollniveau und die Transparenz der Abrechnungen erheblich. Während die meisten Mieter ihren eigenen zentralen Heizkessel (CV-ketel) verwenden, ist eine beträchtliche Anzahl, insbesondere in größeren, nach dem Krieg entstandenen Wohnblocks, an ein gemeinschaftliches Heizsystem angeschlossen. Diese Unterscheidung ist kritisch, da die Regeln, Vorschriften und das Potenzial für finanzielle Streitigkeiten für jedes Setup völlig unterschiedlich sind. Mieter sollten nicht nur fragen, ob eine Immobilie Heizung hat, sondern präzise, welche Art von Heizsystem es ist und wer es verwaltet.
Individuelle Beheizung (Individuele Verwarming)
Dies ist das eindeutigste System. Die Wohnung hat ihren eigenen zentralen Heizkessel (CV-ketel), fast immer betrieben mit Erdgas. Der Mieter hat einen direkten Vertrag mit einem Energieversorger und hat volle Kontrolle über das Thermostat. Die monatliche Rechnung spiegelt den eigenen Verbrauch des Mieters wider, zum Guten oder Schlechten. Wenn Sie die Heizung herunterdrehen, sparen Sie Geld; wenn Sie sie aufdrehen, zahlen Sie den Preis. Der Vermieter ist für die Installation und obligatorische zweijährliche Wartung des Kessels verantwortlich, aber der Mieter bezahlt für das Gas, das er verbraucht. Die primäre Streitquelle hier ist die Effizienz des Geräts. Ein Vermieter mag gesetzeskonform handeln, indem er einen funktionsfähigen, aber alten und ineffizienten Kessel bereitstellt. Der Mieter bleibt dann mit unnötig hohen Gasrechnungen zurück und zahlt effektiv eine Strafe für die Weigerung des Vermieters, in moderne Ausrüstung zu investieren. Die einzige Rechtsmittel des Mieters besteht darin, den hohen Verbrauch sorgfältig zu dokumentieren und zu versuchen, ein Upgrade zu fordern, was oft ein verlorener Kampf ist.
Block- oder Stadsverwarming (Blok- of Stadsverwarming)
Hier wird es kompliziert. In einem blokverwarming-System sorgt ein einzelner, großer Boiler im Keller des Gebäudes für Wärme und Warmwasser in allen Wohnungen. Mit stadsverwarming (Fernwärme) wird die Wärme von einer zentralen Anlage geliefert, die ein ganzes Viertel versorgt. In beiden Fällen hat der Mieter keinen eigenen Boiler und keinen direkten Vertrag mit einem Gas- oder Wärmeversorger. Stattdessen wird die Wärme kollektiv geliefert, und der Mieter zahlt eine monatliche Vorauszahlung (voorschot) an den Vermieter oder die VvE (Eigentümergemeinschaft) des Gebäudes im Rahmen der Servicegebühren. Die Kosten sollen dann basierend auf dem individuellen Verbrauch zugewiesen werden, gemessen durch Heizkostenverteiler (warmtekostenverdelers)—kleine Geräte, die an jedem Heizkörper angebracht sind. Der rechtliche Rahmen hierfür ist das niederländische Wärmegesetz (Warmtewet), das Verbraucher vor der monopolistischen Natur dieser Systeme schützen soll. Das Gesetz legt einen Höchstpreis für die gelieferte Wärme fest, der mit dem Preis verknüpft ist, den ein Verbraucher gezahlt hätte, wenn er seinen eigenen Gasheizkessel gehabt hätte. Allerdings ist das System notorisch undurchsichtig. Die jährliche Abrechnung (stookkostenafrekening) ist oft ein komplexes Dokument, das schwer zu entschlüsseln ist und gemeinsam Kosten, feste Gebühren und individuellen Verbrauch detailliert aufzeigt. Mieter haben oft das Gefühl, sie hätten keine Kontrolle und seien den Berechnungen des Gebäudemanagers ausgeliefert, wodurch Streitigkeiten verbreitet und schwer zu lösen sind.