Der grüne Vorstoß und die Position des Mieters
Die niederländische Regierung ermutigt Eigentümer aktiv, ihre Immobilien nachhaltiger zu gestalten (verduurzamen) durch eine Reihe attraktiver Subventionen. Begriffe wie 'Doppelverglasungszuschuss', 'Boilerersatzzuschuss' und 'Wärmedämmzuschuss' beziehen sich alle auf Bausteine dieses nationalen Vorstoßes zur Verbesserung der Energieeffizienz und Reduzierung der CO2-Emissionen. Für einen Mieter ist jedoch die einzig wirklich wichtige Tatsache zu verstehen, dass diese Subventionen für und an Eigentümer (d. h. Ihr Vermieter) und Eigentümergemeinschaften (VvE's) gezahlt werden. Ein Mieter kann diese Zuschüsse nicht direkt beantragen, wodurch seine Rolle eher ein interessierter, aber oft machtloser Beobachter ist.
Die ISDE: Das Hauptsubventionsprogramm für Eigentümer
Der Großteil dieser Zuschüsse ist in einem einzigen landesweiten Programm zusammengefasst: die Investeringssubsidie duurzame energie en energiebesparing (ISDE). Dieses Programm bietet Vermietern eine erhebliche finanzielle Erstattung, wenn sie in bestimmte grüne Technologien für ihre Mietobjekte investieren. Die ISDE deckt eine Vielzahl von Verbesserungen ab, darunter:
- Isolierung (
Isolatie): Dies ist die effektivste Maßnahme. Ein Vermieter kann eine beträchtliche Subvention erhalten, wenn er eine leistungsstarke Isolierung im Dach, in Wänden und am Boden installiert und Fenster von einfacher oder Standard-Doppelverglasung auf moderne HR++- oder Dreifachverglasung aufrüstet (dubbel glas subsidie).
- Heizsysteme: Das Programm fördert stark den Umstieg vom Erdgas. Vermieter können eine große Subvention erhalten, wenn sie einen alten Gasbrennwertkessel durch eine effizientere (hybride) Wärmepumpe (
warmtepomp) ersetzen. Subventionen sind auch für Solarboiler (zonneboiler) für Warmwasser erhältlich.
- Lüftung: Zuschüsse können auch für die Installation effizienter mechanischer Lüftungssysteme verfügbar sein, die entscheidend für die Aufrechterhaltung einer guten Luftqualität in einem hoch isolierten Zuhause sind.
Das zweischneidige Schwert des Mieters
Während ein Mieter von diesen Verbesserungen durch niedrigere Energierechnungen und erhöhten Komfort profitiert, ist die Situation dennoch zweischneidig. Die Entscheidung zu investieren liegt allein beim Vermieter. Ein Mieter kann (und sollte) seinen Vermieter dazu auffordern, diese Verbesserungen vorzunehmen, und auf die verfügbaren Subventionen hinweisen, die die Kosten des Vermieters senken würden. Sollte der Vermieter die Arbeiten durchführen, ist er oft gesetzlich berechtigt, eine Mieterhöhung basierend auf der 'Wohnungsverbesserung' (woningverbetering) zu verlangen. Der Mieter hofft dann, dass seine monatlichen Einsparungen bei der Energierechnung größer sind als die monatliche Erhöhung seiner Miete. Der Vermieter erhält die staatliche Subvention, erhöht den langfristigen Wert seiner Immobilie und kann eine höhere Miete verlangen, während der Mieter die Renovierung mit Beeinträchtigungen erlebt und ein unsicheres Nettoergebnis hat.