Ein einheitlicher Preis für alles
Ein 'all-inclusive-Mietvertrag' oder all-in huurcontract ist ein Mietvertrag, bei dem der Mieter dem Vermieter einen einzigen, unaufgeschlüsselten Preis zahlt. Dieser einzige Preis umfasst nicht nur die Grundmiete für die Immobilie (kale huur), sondern auch alle anderen Kosten, wie Betriebskosten (servicekosten) und Nebenkosten wie Gas, Wasser, Strom und Internet. Obwohl dies einfach und bequem erscheinen mag, wird diese Vertragsart vom niederländischen Recht stark abgeraten und ist fast immer ein schlechtes Geschäft für den Mieter. Das Fehlen einer Trennung zwischen Grundmiete und den Kosten für Service- bzw. Nebenkosten macht den Vertrag intransparent und untergräbt mehrere wichtige Mieterrechte.
Warum ist es ein schlechter Deal für Mieter
Da diese Verträge nachteilig sind, bietet das niederländische Recht den Mietern ein mächtiges Instrument. Mieter mit einem all-in-Mietvertrag haben das Recht, jederzeit während der Mietdauer einen Antrag bei der Huurcommissie zu stellen, um den Preis offiziell aufzuteilen. Die Huurcommissie wird die Immobilie und die Kosten analysieren und dann eine verbindliche Entscheidung erlassen, die den Einzelpreis in eine Grundmiete-Komponente und eine Vorauszahlung für Service-/Nebenkosten trennt. Dabei verwenden sie oft eine Standardformel (z. B. die Grundmiete auf 55 % des All-in-Preises festzusetzen), die dem Mieter stark zugutekommt. Dies schafft nicht nur Transparenz, sondern kann auch zu einer erheblichen Reduzierung der rechtlichen Grundmiete führen.