Bestandsimmobilienpreise in den Niederlanden stiegen im 3. Quartal 2025 im Jahresvergleich um 7,8 % auf durchschnittlich 487.000 €. ABN Amro prognostiziert weitere Preissteigerungen von 3 % in 2026 und 4 % in 2027.

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Der niederländische Wohnungsmarkt zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich, da die Immobilienpreise weiter steigen. Im dritten Quartal (Q3) 2025 erreichte der Durchschnittspreis für eine Bestandsimmobilie in den Niederlanden 487.000 € – ein Anstieg von 7,8 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, so Statistics Netherlands (CBS). Obwohl sich das Wachstumstempo gegenüber früheren Quartalen leicht abgeschwächt hat, bleiben die zugrunde liegenden Nachfragetreiber stark. Die große niederländische Bank ABN Amro erwartet, dass die Preise bis 2027 weiter steigen werden – wenn auch moderater.
Im 3. Quartal 2025 stiegen die Preise für Bestandsimmobilien in den Niederlanden im Jahresvergleich um 7,8 %, was die schwächste Quartalssteigerung seit Anfang 2024 markiert. Auf Quartalsbasis lagen die Preise 1,8 % über denen des 2. Quartals. Auch neu gebaute Häuser verzeichneten starke Zuwächse: Die Preise stiegen im Jahresvergleich um 7,4 % und lagen im Durchschnitt bei 523.000 €, eine leichte Abschwächung gegenüber dem 8%-Anstieg im 2. Quartal.
Die Transaktionsvolumina spiegeln diese Preisbewegungen wider. Der Verkauf von Bestandsimmobilien stieg um 15,6 % auf nahezu 63.000 Einheiten, während der Verkauf neu gebauter Häuser um 12,7 % auf knapp unter 6.000 Einheiten zurückging. Dieser Rückgang bei den Neubauverkäufen – der erste seit 2023 – unterstreicht die anhaltenden Angebotsengpässe im Sektor.
Mehrere Schlüsselfaktoren treiben die anhaltende Preissteigerung bei Wohnimmobilien:
Diese Dynamik verstärkt die starke Käufernachfrage, auch wenn höhere Finanzierungskosten und strengere Kreditvergabekriterien einige Marktsegmente dämpfen.
Der Housing Market Monitor von ABN Amro prognostiziert, dass die Immobilienpreise 2026 um 3 % und 2027 um 4 % steigen werden. In die Prognose der Bank fließen unter anderem folgende Faktoren ein:
Während die Wachstumsrate der Preise im Vergleich zu den zweistelligen Zuwächsen der Vorjahre voraussichtlich langsamer ausfällt, wird jeder jährliche Anstieg für viele Haushalte weiterhin die Inflations- und Lohnentwicklung übertreffen und die Erschwinglichkeitsprobleme aufrechterhalten.
Trotz staatlicher Anreize für Entwickler und beschleunigter Genehmigungsverfahren in einigen Gemeinden (Gemeinden) liegt die Gesamtzahl fertiggestellter neuer Wohnungen weiterhin unter den Zielvorgaben. Lokale Wohnungsunternehmen (Woningcorporaties) haben Schwierigkeiten, das Angebot an bezahlbarem Mietwohnraum auszubauen, und private Bauunternehmen nennen Arbeits- und Materialengpässe als Gründe.
Lange Genehmigungszeiten und komplexe Bebauungsregeln führen zusätzlich zu Verzögerungen. Selbst wenn die geplanten Projekte ohne Unterbrechung umgesetzt würden, bedeutet der acht- bis zwölfjährige Planungs- und Bauzyklus, dass Entspannung auf dem angespannten Markt nur langsam eintreten wird.
Steigende Renditen staatlicher Anleihen im Euroraum deuten darauf hin, dass Kreditgeber die höheren Finanzierungskosten an die Kreditnehmer weitergeben könnten. Mehrere Großbanken kündigten Ende 2025 moderate Zinserhöhungen an, die Standard-Hypothekenprodukte um etwa 0,1–0,2 Prozentpunkte verteuerten.
Höhere Finanzierungskosten könnten die Nachfrage unter Erstkäufern dämpfen und einige Haushalte möglicherweise in den Mietmarkt drängen. Allerdings bleibt die Erschwinglichkeitslücke zwischen Miete und Eigenheim in vielen Regionen gering, sodass die Gesamtnachfrage in beiden Segmenten stark bleibt.
Der anhaltende Anstieg der Immobilienpreise wirkt sich auch auf den Mietsektor aus. Ein begrenztes Angebot an bezahlbaren Wohnungen kann mehr Menschen in den Mietmarkt drücken und den Wettbewerb um Mittelklasse- und Budgetwohnungen verschärfen. Vermieter könnten versuchen, steigende Hypotheken- und Instandhaltungskosten durch höhere Mieten auszugleichen, wobei Mietpreisregulierungen und Mieterschutzgesetze in vielen Gebieten jährliche Erhöhungen begrenzen.
Für Mieter ist es wichtig, ihre Rechte zu kennen und über Marktentwicklungen informiert zu bleiben. Plattformen wie Luntero bieten aktuelle Inserate und rechtliche Hinweise, um Mietern bei der Orientierung in diesem komplexen Umfeld zu helfen.
Der Preissprung von 7,8 % im 3. Quartal 2025 unterstreicht das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot auf dem niederländischen Wohnungsmarkt. Da ABN Amro weiteres Wachstum – wenn auch in langsamerem Tempo – prognostiziert, müssen Käufer, Verkäufer und Mieter ihre Strategien in einem Markt mit hohen Preisen und begrenztem Angebot anpassen.
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