Niederlande verfehlen 2025 erneut das Ziel von 100.000 neuen Wohnungen
Zum dritten Mal in Folge wurden in den Niederlanden weniger Wohnungen gebaut als das Regierungsziel von 100.000 Einheiten, wodurch die nationale Wohnungsnot weiter verschärft wird.
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Niederlande verfehlen 2025 erneut das Ziel von 100.000 neuen Wohnungen
Der niederländische Wohnungsmarkt steht weiterhin unter erheblichem Druck: Neue Zahlen von Statistisches Amt der Niederlande (CBS) zeigen, dass im Jahr 2025 nur rund 80.000 Wohnungen fertiggestellt wurden — deutlich weniger als das jährliche Regierungsziel von 100.000. Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem der Wohnungsbau zurückbleibt, sodass die nationale Wohnungsnot weitgehend ungelöst bleibt und Mieter sowie Käufer in einem engen Markt einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt sind.
Stetiger Rückgang im Neubau
Im Jahr 2025 wurden etwa 69.000 Wohnungen neu gebaut, während 11.000 durch Umnutzungen — wie Unterteilung oder Zusammenlegung bestehender Immobilien — geschaffen wurden. Gleichzeitig wurden fast 9.500 ältere Wohnungen abgerissen, was zu einem Nettozuwachs von rund 70.000 Wohneinheiten führte und den gesamten Wohnungsbestand auf etwa 8,3 Millionen Einheiten erhöhte. Diese Zahl liegt deutlich unter den 82.000 Wohnungen, die 2024 fertiggestellt wurden, und bleibt weit hinter dem Regierungsziel von 100.000 neuen Wohnungen pro Jahr zurück, das eingeführt wurde, um die chronische Wohnungsnot zu lindern.
Zentrale Gründe für das Unterschreiten des Ziels
Der Chefökonom des CBS, Peter Hein van Mulligen, führt zwei Hauptgründe für den Rückgang der Bautätigkeit an:
Fachkräftemangel im Bauwesen: Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat die Projektlaufzeiten verlängert und Engpässe auf den Baustellen verursacht.
Rückstau bei Genehmigungen: Obwohl die erteilten Baugenehmigungen von 73.000 im Jahr 2023 auf 94.000 im Jahr 2024 gestiegen sind, fielen sie 2025 wieder auf 86.000 zurück. Da zwischen Genehmigungserteilung und Fertigstellung eines Projekts oft ein zeitlicher Abstand von ein bis zwei Jahren liegt, spiegelt sich der frühere Rückgang der Genehmigungen nun in einer geringeren Wohnungsproduktion wider.
Van Mulligen betont, dass zwar Wohnungsumwandlungen — im Niederländischen als woningconversies bezeichnet — jährlich 10.000 bis 15.000 Wohneinheiten beitragen, der Löwenanteil des neuen Angebots jedoch aus dem grundauf neu errichteten Bau kommen muss, um den nationalen Bedarf zu decken.
Regionale Unterschiede im Wohnungsbau
Die Verteilung des Neubaus in den Niederlanden variiert stark zwischen den Provinzen. Noord-Holland führte das Land 2025 mit 14.000 neuen Wohnungen an, was die starke Nachfrage rund um Amsterdam und Haarlem widerspiegelt. Im Gegensatz dazu kamen Drenthe und Friesland — ländlichere Provinzen im Norden — jeweils nur auf 1.300 neue Wohnungen, was die anhaltende Kluft zwischen urbanen und ländlichen Gebieten in der Bautätigkeit verdeutlicht.
Provinz
Neue Wohnungen (2025)
Noord-Holland
14.000
Drenthe
1.300
Friesland
1.300
Diese regionalen Unterschiede verstärken den Druck auf die Großstädte, in denen die Miet- und Kaufpreise aufgrund des begrenzten Angebots weiter steigen.
Auswirkungen für Mieter und Käufer
Das Defizit im Bauwesen hat den ohnehin angespannten Mietmarkt weiter verschärft. Viele Mieter und Erstkäufer sehen sich Bietergefechten gegenüber, die die Transaktionspreise deutlich über den ursprünglichen Angebotspreisen treiben. Auch die Mieten sind gestiegen, wodurch bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen noch schwerer zugänglich wird.
Zudem finden sich einige Mieter, die auf huurtoeslag — die niederländische Mietbeihilfe — angewiesen sind, nun wegen der stark gestiegenen Marktpreise nicht mehr im Förderrahmen wieder. Woningcorporaties (soziale Wohnungsbaugesellschaften) haben ebenfalls Schwierigkeiten, genügend geförderte Einheiten bereitzustellen, sodass schutzbedürftige Gruppen lange Wartelisten in Kauf nehmen müssen.
Reaktion der Regierung und politische Maßnahmen
Die geschäftsführende Wohnungsbauministerin Mona Keijzer räumte im Dezember 2025 ein, dass das Ziel von 100.000 Wohnungen wahrscheinlich unerreichbar bleiben würde. Um den Bau zu beschleunigen, hat ihr Ministerium Maßnahmen ergriffen, um:
Genehmigungsverfahren zu straffen: Vereinfachung von Umweltprüfungen und Reduzierung des Verwaltungsaufwands auf kommunaler (gemeentelijke) Ebene.
Zonierungsvorschriften zu lockern: Zulassung von höher verdichteten Projekten in Vorstadt- und Wachstumsgebieten.
Fertighaus- und Modulbau zu fördern: Unterstützung der Vorfertigung außerhalb der Baustelle, um die Vorlaufzeiten zu verkürzen.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Lücke zwischen Genehmigungserteilung und Bauabschluss zu verkürzen und damit eines der von Ökonomen identifizierten Haupthemmnisse anzugehen.
Der Weg nach vorn: Strategien zur Angebotssteigerung
Experten sind sich einig, dass zur Erhöhung des Wohnungsangebots ein mehrgleisiger Ansatz erforderlich ist:
Investitionen in die Ausbildung der Arbeitskräfte: Ausbildungs- und Umschulungsprogramme zur Behebung des chronischen Fachkräftemangels im Baugewerbe.
Förderung der Digitalisierung: Einführung digitaler Genehmigungsportale und standardisierter Baupläne zur Reduzierung der Genehmigungszeiten.
Förderung öffentlich-privater Partnerschaften: Nutzung von staatlichen Flächen und privatem Kapital zur Initiierung groß angelegter Wohnprojekte.
Gezielte Unterstützung unterbauter Regionen: Anreize für Entwickler, in Provinzen wie Drenthe und Friesland zu bauen, um das Angebot auszugleichen.
Wenn diese Strategien effektiv umgesetzt werden, können die Niederlande ihre Wohnlücke schrittweise schließen und sowohl den Miet- als auch den Kaufmarkt stabilisieren.
Fazit
Die Niederlande stehen vor einer klaren Wahl: Entweder sofort massiv im grundauf neuen Wohnungsbau nachlegen oder weiterhin mit einer akuten Wohnungsnot kämpfen, die die Preise in die Höhe treibt und Mieter sowie Käufer enorm unter Druck setzt. Mit gestrafften Vorschriften, innovativen Bauverfahren und zielgerichteten regionalen Politiken bleibt es möglich, die Marke von 100.000 Wohnungen zu erreichen — oder sogar zu übertreffen.
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