Ein neuer ABN-Amro-Bericht zeigt, dass Eigentümer in den Niederlanden von niedrigeren relativen Wohnkosten profitieren, während private Mieter und Erstkäufer mit einer wachsenden finanziellen Belastung konfrontiert sind.

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Ein aktueller Bericht von ABN Amro hebt eine wachsende Kluft bei der Erschwinglichkeit von Wohnraum zwischen bestehenden Hauseigentümern, privaten Mietern und Erstkäufern in den Niederlanden hervor. Während sich die relativen Wohnkosten für Eigentümer in den vergangenen Jahren verringert haben, geben Mieter im privaten Sektor und junge Käufer inzwischen einen größeren Anteil ihres Einkommens für Wohnraum aus – besonders in den großen Städten.
Zwischen 2019 und 2025 sank der Anteil des Nettoeinkommens, den Hauseigentümer für Wohnen aufwenden, laut Berechnungen von ABN Amro von etwa 20–28 Prozent auf 17–25 Prozent. Diese Verbesserung ist auf zwei Hauptfaktoren zurückzuführen:
In der Praxis kann ein durchschnittlicher Hauseigentümer nun 2–3 Prozent seines Nettoeinkommens zusätzlich für andere Ausgaben wie Bildung, Freizeit oder Ersparnisse verwenden.
Für diejenigen, die privat mieten oder zum ersten Mal auf den Markt kommen, ist die Situation deutlich anders. ABN Amro berichtet, dass private Mieter derzeit zwischen 28–38 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete ausgeben – deutlich mehr als Hauseigentümer. Bei Erstkäufern bleibt der Anteil hartnäckig hoch und ist in einigen großen Städten seit 2019 sogar gestiegen.
Zu den Haupttreibern der steigenden Kosten für diese Gruppen gehören:
| Gruppe | Einkommensanteil 2019 | Einkommensanteil 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Hauseigentümer | 20–28 Prozent | 17–25 Prozent | –2–3 PP |
| Private Mieter | 28–38 Prozent | 28–38 Prozent | ~0 PP |
| Erstkäufer (Städte) | 25–30 Prozent | 27–32 Prozent | +2 PP |
Quellen: ABN Amro Economic Research
Die Erschwinglichkeitslücke ist in der Randstad – Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht – am deutlichsten ausgeprägt, wo sowohl Mieten als auch Kaufpreise schneller gestiegen sind als die Einkommen. In kleineren Städten oder ländlichen Provinzen war das Mietwachstum moderater, sodass Mieter dort etwas mehr finanziellen Spielraum haben.
Dennoch stehen private Mieter auch außerhalb der großen Städte weiterhin vor einer höheren Einkommensbelastung als Hauseigentümer. Das begrenzte Angebot an neuen Mietwohnungen und die wachsende Attraktivität städtischer Annehmlichkeiten treiben die Nachfrage – und damit die Preise – landesweit weiter an.
Der ABN-Amro-Ökonom Mike Langen nennt mehrere strukturelle Faktoren hinter der zunehmenden Kluft:
„Der Übergang vom Mieten zum Kaufen wird zunehmend schwieriger“, warnt Langen. „Hohe Preise bedeuten, dass Erstkäufer mehr Eigenkapital benötigen, und die Mietkosten steigen für junge Haushalte weiterhin schneller als die Einkommen.“
Für private Mieter und angehende Eigentümer ist es entscheidend, diese Entwicklungen zu verstehen:
Politik und Wohnungsanbieter stehen unter Druck, diese Erschwinglichkeitslücke zu schließen. Mögliche Maßnahmen sind:
Auch wenn einige Initiativen bereits laufen, muss sich das Tempo der Veränderungen erhöhen, um ein weiteres Auseinanderdriften zu verhindern.
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