Steigende Immobilienwerte haben 2016 zu einem Anstieg des Vermögens niederländischer Haushalte um fast 10 % geführt, wobei vor allem Eigenheimbesitzer profitierten. Mieter hingegen verzeichneten kaum Veränderungen, was eine wachsende Vermögenslücke in den Niederlanden verdeutlicht.

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Der niederländische Wohnungsmarkt ist seit Langem ein Barometer für den Wohlstand der Haushalte in den Niederlanden. Im Jahr 2016 meldete das Statistikamt der Niederlande (CBS), dass das durchschnittliche Vermögen niederländischer Haushalte im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 % gestiegen ist. Dieser beeindruckende Zuwachs wurde nahezu vollständig durch schnell steigende Hauspreise angetrieben und unterstreicht die zentrale Rolle von Immobilienvermögen in den Bilanzen der Haushalte.
Eigenheimbesitzer in den Niederlanden erzielten 2016 den größten Teil des Vermögenszuwachses. Nahezu drei von fünf niederländischen Haushalten besaßen in diesem Jahr ihr eigenes Zuhause, und Wohnimmobilien machten 57 % des gesamten Haushaltsvermögens aus. Mit steigenden Preisen nahm auch der fiktive Wert dieser Häuser zu, wodurch beträchtliche Buchgewinne entstanden.
Im Gegensatz dazu verzeichneten Haushalte ohne eigenes Haus – also Mieter – keine vergleichbaren Zuwächse beim Nettovermögen. Da ihnen Immobilienvermögen fehlt, bestehen ihre wichtigsten Vermögenswerte weiterhin aus Ersparnissen und Rentenansprüchen, die nicht in demselben Tempo an Wert gewannen wie Immobilien. Diese Entwicklung verdeutlicht eine wachsende Vermögenslücke zwischen Eigentümern und Nicht-Eigentümern auf dem niederländischen Miet- und Wohnungsmarkt.
Während steigende Immobilienwerte das Eigenkapital erhöhen, vergrößern sie auch die durchschnittliche Hypothek. Im Jahr 2016 machten Hypotheken 86 % der Haushaltsverschuldung aus und waren damit der größte Posten auf der Schuldenseite niederländischer Bilanzen. Selbst nach Berücksichtigung der höheren Kreditaufnahme blieb der Nettoeffekt für Eigenheimbesitzer jedoch positiv: Höhere Immobilienbewertungen überkompensierten das Wachstum der Hypothekenschulden deutlich.
Die Zahl der Haushalte mit negativem Eigenkapital – also wenn die ausstehende Schuld den Marktwert des Hauses übersteigt – sank 2016 um 107.000 auf 1,7 Millionen. Dieser Rückgang deutet darauf hin, dass das stärkere Preiswachstum mehr Eigentümern zu positivem Eigenkapital verhalf, die Anfälligkeit für Marktschwankungen verringerte und eine stärkere Bilanz förderte.
Die Vermögenszuwächse verteilten sich ungleich über das Land. Kleine Gemeinden in Noord-Brabant dominierten die Liste der wohlhabendsten Gebiete, nicht zuletzt dank älterer Bewohner, die über Jahrzehnte hinweg stetig Eigenkapital aufgebaut haben. So gehörten Sint Anthonis, Alphen-Chaam, Oirschot, Haaren, Reusel-De Mierden und Hilvarenbeek im Jahr 2016 allesamt zu den 10 wohlhabendsten Gemeinden.
Auf der anderen Seite verzeichneten große Städte tendenziell deutlich niedrigere durchschnittliche Vermögenswerte pro Haushalt. Rotterdam lag mit nur 1.900 € durchschnittlichem Haushaltsvermögen am Ende der Liste. Auch Den Haag und Amsterdam gehörten zu den zehn Schlusslichtern, was auf eine jüngere Bevölkerungsstruktur, einen höheren Anteil an Sozialleistungsempfängern und einen größeren Anteil von Einwohnern mit nicht-westlichem Migrationshintergrund zurückzuführen ist – Gruppen, die typischerweise über weniger angesammeltes Vermögen verfügen.
Utrecht lag zwar nicht in den zehn Schlusslichtern, wies aber mit 5.700 € pro Haushalt ein moderates durchschnittliches Vermögen auf und zeigt damit, dass selbst große regionale Zentren beim immobiliengetriebenen Vermögensaufbau hinter kleineren, älteren Gemeinden zurückbleiben.
Der starke Zusammenhang zwischen Wohneigentum und Vermögenswachstum stellt Mieter und Erstkäufer vor Herausforderungen. Mit steigenden Immobilienpreisen werden die erforderlichen An- und Einzahlungen höher und die Kriterien für die Vergabe von Hypotheken strenger. Vielen jüngeren Mietern fällt es möglicherweise zunehmend schwer, genug für eine Anzahlung zu sparen, insbesondere in stark nachgefragten Städten, in denen auch die Mieten steigen.
Für Mieter bedeutet das Fehlen von Immobilienvermögen, dass sie auf einen der stärksten Treiber des Haushaltsvermögens verzichten. Zwar bleiben Ersparnisse und Anlagen wichtig, doch sie haben mit dem raschen Wertzuwachs am niederländischen Immobilienmarkt nicht Schritt gehalten. Diese Dynamik kann die Lücke zwischen denjenigen, die sich den Kauf leisten können, und denjenigen, die im privaten oder sozialen Mietsektor bleiben, vergrößern.
Angesichts der Vermögenslücke zwischen Eigentümern und Mietern ist es für Mieter wichtig, alle Optionen zu prüfen:
Wer informiert bleibt und vorausplant, kann sich so positionieren, um bei passendem Zeitpunkt von Kaufgelegenheiten zu profitieren.
Der Anstieg des durchschnittlichen niederländischen Haushaltsvermögens um fast 10 % im Jahr 2016 zeigt die Bedeutung von Wohneigentum für den Wohlstand. Während steigende Hauspreise viele Eigenheimbesitzer reicher gemacht haben, haben Mieter von diesen Zugewinnen kaum profitiert. Da die Kluft zwischen Eigentümern und Nicht-Eigentümern wächst, wird es immer wichtiger, dass Mieter und Erstkäufer die verfügbaren Finanzinstrumente und Markttrends verstehen.
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